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Martinez nennt United eine Krise auf allen Ebenen — Photo: Fanny Schertzer via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Photo: Fanny Schertzer via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Martinez nennt United eine Krise auf allen Ebenen

Ein 0:2 in Madrid reicht normalerweise für Kritik am System, an der Chancenverwertung, am Schiedsrichter notfalls. Lisandro Martinez zielte nach der Pleite bei Atlético Madrid stattdessen direkt auf die Chefetage von Manchester United und sprach von einer Krise, die den Klub auf allen Ebenen erfasst habe.

Flagside-Redaktion·Veröffentlicht ·1 MIN LESEZEIT

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Ein Satz, der hängen bleibt

Nach dem Auswärtsspiel bei Atlético Madrid am 14. Oktober wurde Lisandro Martinez deutlich wie selten ein United-Profi in der laufenden Saison. Laut kicker beschrieb der Argentinier den Klub als Verein in der Krise, und zwar nicht nur sportlich. Die Formulierung zielte explizit auf die Führungsebene, nicht auf die Startelf oder die Taktik von Rúben Amorim.

Die Tabelle gibt ihm recht

United steht nach sechs Spieltagen der Premier League auf Platz 13, sechs Punkte aus einem Sieg, drei Remis und zwei Niederlagen, Tordifferenz plus/minus null. Für einen Klub mit diesem Namen und dieser Historie ist das kein Platz, an dem man sich gemütlich einrichtet. Dass ausgerechnet ein Innenverteidiger, der eigentlich für Zweikämpfe und nicht für Pressekonferenzen bekannt ist, die Führung öffentlich adressiert, wiegt entsprechend schwer.

Amorim zwischen den Fronten

Rúben Amorim sitzt seit seinem Amtsantritt auf der Bank und muss nun zusehen, wie ein Schlüsselspieler die Verantwortung über seinen Kopf hinweg bei der Klubführung ablädt. Das ist keine offene Rebellion gegen den Trainer, aber es ist auch keine Rückendeckung. Wenn ein Kapitänstyp wie Martinez öffentlich von Krise auf allen Ebenen spricht, bedeutet das für Amorim vor allem eines: Der Druck von innen kommt jetzt nicht mehr nur aus der Kabine, sondern wird nach außen getragen.

Was als Nächstes zählt

Old Trafford hat schon öfter Unruhe erlebt, aber selten so offen formuliert von einem Spieler, der erst seit wenigen Jahren im Verein ist. Ob Martinez damit eine breitere Unzufriedenheit im Kader anspricht oder allein spricht, lässt sich aus der aktuellen Lage nicht ablesen. Sicher ist nur: Eine Aussage wie diese verschwindet nicht einfach, sie liegt jetzt auf dem Tisch der Klubführung.

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Ein 0:2 in Madrid reicht normalerweise für Kritik am System, an der Chancenverwertung, am Schiedsrichter notfalls. Lisandro Martinez zielte nach der Pleite bei Atlético Madrid stattdessen direkt auf die Chefetage von…

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