
Photo: Sportschau Fußball
Leipzig trifft auf seinen eigenen Zwilling
RB Leipzig kommt mit Rückenwind aus der Bundesliga in die Königsklasse, muss gegen PSV Eindhoven aber gegen eine Art Spiegelbild der eigenen Spielidee ran. Laut Sportschau wird PSV in Leipzig intern fast schon als „Klon“ gehandelt, ein Team, das genauso hoch presst und genauso mutig den Ball laufen lässt wie Ole Werners Mannschaft selbst.
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Der Sieg gegen Eintracht Frankfurt war für Leipzig mehr als drei Punkte. Werners Team steht nach fünf Spieltagen bei neun Punkten, drei Siege, zwei Niederlagen, eine Tordifferenz von plus zehn, und damit auf Rang fünf der Bundesliga. Genug Substanz, um mit Selbstvertrauen in die Champions-League-Woche zu gehen, aber eben kein Freifahrtschein für das, was gegen PSV wartet.
Denn PSV Eindhoven spielt nach Einschätzung der Sportschau fast wie eine Blaupause von Leipzig selbst: hohes Pressing, schnelles Umschalten, Spielaufbau, der bewusst Risiko sucht statt ihn zu vermeiden. Zwei Mannschaften mit derselben Idee treffen selten aufeinander, ohne dass es kippelig wird, und genau das macht diese Partie für Werner zur Kopfnuss. Wer zuerst den Ball verliert, steht sofort im eigenen Umschaltmoment, und beide Teams wollen genau diesen Moment erzwingen.
Die Kaderfrage im Hintergrund
Während Frankfurt gerade erst verdaut werden muss, arbeitet Leipzig im Hintergrund weiter an seinem Umbruch. Der Kader ist jung, international besetzt und seit dem Sommer spürbar verändert worden, Werner formt eine Mannschaft, die auf dem Transfermarkt nachjustiert wurde, nicht nur auf dem Platz. Wie weit dieser Umbau bereits trägt, zeigt sich erst im europäischen Vergleich, und genau der steht jetzt an.
Zwei Systeme, ein Problem
Die eigentliche Spannung dieser Partie liegt nicht in der Tabelle, sondern im Matchplan. Wenn beide Teams hoch anlaufen wollen, entscheidet am Ende oft die Kleinigkeit: wer den ersten Fehler im Spielaufbau provoziert, wer die zweiten Bälle gewinnt, wer im Umschaltmoment schneller zwei, drei Mann nach vorne bringt. Die Red Bull Arena füllt sich für diesen Abend, und die Stimmung dürfte entsprechend aufgeladen sein, wenn zwei stilistisch verwandte Teams aufeinanderprallen.
Für Werner ist es die erste echte europäische Prüfung seiner noch jungen Amtszeit an der Seitenlinie. Der Frankfurt-Erfolg war ein Statement nach innen, gegen PSV braucht es eines nach außen.
Wird Leipzig gegen seinen Spielstil-Zwilling PSV bestehen?
Quellen1 Quelle
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