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Warum die Nations League jetzt zur EM führt — photo: suedostschweiz.ch

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Warum die Nations League jetzt zur EM führt

Am Donnerstag rollt der Ball wieder in der Nations League, aber diesmal geht es um mehr als nur einen Pokal: Die fünfte Ausgabe des Wettbewerbs dient laut UEFA gleichzeitig als Nebenstrecke zur EM-2026-Qualifikation, und plötzlich schauen auch Teams hin, die sonst mit der Nations League nicht viel anfangen konnten.

By Jana Richter· Transferredakteurin·Veröffentlicht ·1 MIN LESEZEIT

Zwei Wettbewerbe, ein Turnier

Seit dem Start 2018 war die Nations League vor allem eines: eine Antwort auf die vielen bedeutungslosen Freundschaftsspiele im internationalen Kalender. Fünf Ausgaben später ist daraus ein Format geworden, das laut UEFA direkt in den Qualifikationsprozess für die Europameisterschaft eingreift. Wer in seiner Nations-League-Gruppe stark abschneidet, sichert sich damit auch einen besseren Ausgangspunkt für die reguläre EM-Qualifikation.

Die zweite Chance

Der Kern der Idee, wie Kicker berichtet: Nationen, die es über die klassische Qualifikationsrunde nicht direkt zur EM 2026 schaffen, bekommen über ihre Nations-League-Platzierung eine zusätzliche Tür offen gehalten. Das betrifft vor allem Mannschaften aus den unteren Ligen des Wettbewerbs, für die eine Qualifikation über den normalen Weg sonst kaum realistisch wäre.

Die genauen Modalitäten, also wie viele Plätze über diesen Weg vergeben werden und wie sich das mit den regulären Qualifikationsgruppen verzahnt, sind im Detail noch nicht vollständig kommuniziert. Klar ist aber: Die Nations League entscheidet nun direkt über EM-Tickets mit, statt nur ein Pokalwettbewerb nebenbei zu sein.

Wer profitiert am meisten

Am meisten Sinn ergibt das Modell für Teams aus den unteren Divisionen, die traditionell in der EM-Qualifikation gegen die etablierten Fußballnationen kaum eine Chance haben. Für sie ist die eigene Nations-League-Gruppe plötzlich ein realistischerer Weg zum Ticket für die Endrunde als der klassische Qualifikationskampf gegen deutlich stärkere Gegner.

Für die großen Fußballnationen ändert sich wenig am grundsätzlichen Ablauf, aber auch sie nehmen die Gruppenspiele diesmal mit einem anderen Blick. Jeder Punkt in der Nations League kann am Ende der Unterschied sein zwischen einem entspannten Restjahr und einem Umweg über die Playoffs.

Der Blick nach vorn

Mit dem Donnerstag beginnt für die europäischen Nationalteams also eine Saison, in der jedes Nations-League-Spiel doppelt zählt. Die UEFA hat aus einem einst umstrittenen Zusatzwettbewerb ein Werkzeug gemacht, das direkt über EM-Tickets mitentscheidet: Schon die erste Gruppenphase im September kann für kleinere Nationen über den Umweg zur EM 2026 entscheiden.

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