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Warum machen Fußballer ihre Schuhe nass?

Warum machen Fußballer ihre Schuhe nass?

Warum machen Fußballer ihre Schuhe nass?

Kurz vor dem Anstoß, Spieler am Rand des Strafraums: Er taucht den Fuß ins Eimer-Wasser oder hält ihn unter den Schlauch des Balljungen. Warum das?

By Lukas Bauer· Chefredakteur Fußball·Veröffentlicht ·1 MIN LESEZEIT

Am Spielfeldrand, manchmal auch direkt in der Kabine: Ein Spieler hält seinen Schuh unter einen Wasserstrahl oder taucht ihn kurz in einen Eimer. Die Schnürsenkel saugen sich voll, das Leder oder Synthetik-Obermaterial glänzt feucht. Dann läuft er auf den Platz.

Der Grund, den viele Spieler selbst nennen: nasse Schnürsenkel liegen flacher. Trockene Senkel können sich aufwölben, Knoten stehen heraus — und genau dort, wo der Fuß den Ball trifft, will kein Spieler eine Beule im Material haben. Die Schlagfläche soll so glatt wie möglich sein, damit der Ball sauber vom Fuß geht.

Das klingt nach Physik, ist aber vor allem Gefühl. Ob nasse Schnürsenkel die Schusstechnik messbar verbessern, ist nicht belegt. Was stimmt: Feuchtes Material schmiegt sich enger an den Fuß, gibt weniger nach und fühlt sich straffer an. Für Spieler, die viel mit dem Spann schießen oder Freistöße treten, kann das einen Unterschied machen — zumindest subjektiv.

Der andere Teil der Wahrheit ist schlicht Gewohnheit. Viele Profis haben Vorspiel-Rituale, die sie seit der Jugend mitschleppen: Welcher Schuh zuerst, wie fest die Schnürung, ob der Socken umgeschlagen wird. Das Benetzen der Schuhe gehört für manche einfach dazu — nicht weil es nachweislich hilft, sondern weil es sich richtig anfühlt. Rituale geben Kontrolle, und Kontrolle beruhigt.

Interessant ist, dass nicht alle Spieler es gleich machen. Manche benetzen nur die Schnürsenkel, andere den ganzen Schuh. Wieder andere lassen es komplett sein und kommen mit trockenem Leder auf den Platz. Eine einheitliche Praxis gibt es nicht — was schon dafür spricht, dass hier Überzeugung und Gewohnheit mehr zählen als Technik.

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Kurz vor dem Anstoß, Spieler am Rand des Strafraums: Er taucht den Fuß ins Eimer-Wasser oder hält ihn unter den Schlauch des Balljungen. Warum das?

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