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Messi, Álvarez und Tuchels Rätsel — photo: Sportschau Fußball

Photo: Sportschau Fußball

Messi, Álvarez und Tuchels Rätsel

Es gibt Paarungen, die brauchen keine Einleitung. Argentinien gegen England, WM-Halbfinale 2026 – und mittendrin Lionel Messi, ein aufgedrehter Julián Álvarez und ein Thomas Tuchel, der kurz vor dem größten Spiel seiner Amtszeit dreimal die Startelf umbaut. Der Klassiker ist zurück. Und diesmal steht mehr auf dem Spiel als je zuvor.

By Tobias König· Spielberichterstatter·Veröffentlicht ·Aktualisiert ·1 MIN LESEZEIT

Die argentinische Maschinerie läuft

Argentinien setzt auf Kontinuität – und warum auch nicht. Julián Álvarez, der gegen die Schweiz mit einem Tor von sich reden machte, bleibt in der Startelf. Neben Messi. Das ist kein Zufall, das ist Kalkül: Trainer-Team und Verband wissen, dass diese Offensive gerade im Rhythmus ist, und wer im Rhythmus ist, wird nicht angefasst.

Messi selbst braucht keine Erklärung. Mit 38 Jahren ist er immer noch der Mann, um den herum Argentinien alles aufbaut. Álvarez ist sein Gegenstück: Arbeit, Pressing, Tore aus dem Nichts. Die Kombination hat in diesem Turnier bereits funktioniert. England ist gewarnt.

Tuchels drei Fragezeichen

Auf der anderen Seite: Thomas Tuchel, der mit drei Änderungen in der Startelf ins Halbfinale geht. Laut übereinstimmenden Berichten von Sportschau und Kicker betreffen die Umstellungen die Defensive und das zentrale Mittelfeld – Tuchel reagiert damit auf die Belastungssteuerung nach dem Viertelfinale und auf die spezifischen Anforderungen gegen Argentiniens Pressing-Maschine. Tuchel hat seit seiner Amtsübernahme als England-Coach immer wieder gezeigt, dass er taktische Flexibilität über Gewohnheit stellt – und gerade gegen eine argentinische Defensive, die im Turnierverlauf kaum zu knacken war, braucht England frische Impulse. Drei Wechsel gegen die beste Mannschaft der Welt: Das ist entweder ein Geniestreich oder ein Experiment mit sehr hohem Einsatz. Tuchel dreht an den Schrauben – wie immer, wenn er glaubt, dass Routine den Gegner freut.

Eine Rivalität, die sich selbst erklärt

Argentinien gegen England ist nicht einfach ein Halbfinale. Es ist Maradona und die Hand Gottes. Es ist 1986, es ist 1998, es ist jedes Mal wieder neu aufgeladen. Für eine Generation englischer Fans war dieses Duell jahrzehntelang ein Trauma – für argentinische Fans ein Mythos.

Jetzt, 2026, treffen sie sich wieder auf der größten Bühne. Messi auf der einen Seite, ein neu zusammengestelltes England auf der anderen. Argentinien lässt die Startelf stehen.

Eines ist sicher: Irgendwer wird danach sehr lange über dieses Spiel reden.

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