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Dortmund trifft einfach nicht mehr — photo: bvb.de

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Dortmund trifft einfach nicht mehr

Tabellarisch steht Borussia Dortmund mit 14 Punkten aus sechs Spielen glänzend da, Rang zwei, Tordifferenz plus sieben. Und trotzdem reden sie im Dortmunder Umfeld gerade nicht über die Tabelle, sondern über zwei torlose Partien in Serie und eine Verletzungssorge um Konstantinos Karetsas, die laut Kicker möglicherweise ernster ausfällt als zunächst gedacht.

Flagside-Redaktion·Veröffentlicht ·2 MIN LESEZEIT

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Zwei Nullen, viele Fragen

Dass ein Spitzenteam mal zwei Spiele hintereinander ohne eigenes Tor bleibt, muss noch keine Krise sein. Bei Borussia Dortmund unter Niko Kovac wirft es trotzdem Fragen auf, weil die Mannschaft sonst genau für das Gegenteil steht: Offensivwucht, viele Abschlüsse, ein Lauf, der sie überhaupt erst auf Platz zwei gebracht hat. Der Kicker beschreibt es als eine Suche nach der verlorenen Durchschlagskraft, und das trifft den Punkt besser als jede Schuldzuweisung an einen einzelnen Stürmer.

Taktische Müdigkeit oder Formtief?

Die naheliegende Frage lautet: Ist das System durchschaubar geworden, oder fehlt schlicht die Frische in den Beinen? Beides muss sich nicht ausschließen. Eine Mannschaft, die früh in der Saison viele Körner lässt, läuft Gefahr, dass die letzten zwanzig Meter zum Tor plötzlich zäher werden, selbst wenn die Grundordnung unverändert bleibt. Kovac muss jetzt entscheiden, ob er an Automatismen festhält, die zuletzt gut funktioniert haben, oder ob er frische taktische Impulse setzt, um die gegnerischen Abwehrreihen wieder zu überraschen.

Die Karetsas-Sorge

Zur Flaute im Angriff kommt die Personalfrage um Konstantinos Karetsas. Laut Kicker-Berichterstattung ist die Verletzung des Mittelfeldspielers möglicherweise ernster Natur, Details zur Diagnose oder einem Ausfallzeitraum liegen bislang nicht vor. Für Dortmund wäre ein längerer Ausfall ein harter Schlag, gerade weil Karetsas zuletzt zu den Spielern gehörte, die zwischen den Linien für Tempo und Ideen sorgen konnten. Ein Mittelfeld ohne seine Dynamik könnte die Lösungsfindung im letzten Drittel zusätzlich erschweren.

Der Kader als Puffer, aber nicht als Garantie

Dortmund hat in den vergangenen Jahren bewusst auf Kaderbreite gesetzt, gerade in der Offensive gibt es mehrere Alternativen auf dem Papier. Doch Breite im Kader löst nicht automatisch Probleme auf dem Platz, wenn mehrere Offensivkräfte gleichzeitig nicht in ihrer besten Verfassung sind. Genau das scheint gerade das eigentliche Problem zu sein: Nicht fehlendes Personal, sondern fehlende Durchschlagskraft bei den Spielern, die eigentlich liefern sollen.

Was jetzt zählt

Platz zwei und eine positive Tordifferenz von plus sieben sind ein Polster, kein Freifahrtschein. Zwei torlose Spiele hintereinander sind für eine Mannschaft mit diesem Kader ein Warnsignal, das Kovac ernst nehmen muss, bevor aus einer kurzen Flaute ein echtes Muster wird. Die Antwort liegt vermutlich nicht in einer einzigen Maßnahme, sondern in der Kombination aus frischen Beinen, neuen taktischen Reizen und der Hoffnung, dass Karetsas' Ausfall kürzer bleibt, als es im Moment aussieht.

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