Flagside.football
Hertha zieht die Kamera-Notbremse — photo: Sportschau Fußball

Photo: Sportschau Fußball

Hertha zieht die Kamera-Notbremse

Wer im Olympiastadion künftig mit Kamera und Stativ auf Klickjagd gehen will, hat ein Problem: Hertha BSC verbietet kommerziell produzierte und monetarisierte Stadionvlogs bei Heimspielen, wie die Sportschau berichtet.

Flagside-Redaktion·Veröffentlicht ·1 MIN LESEZEIT

Mit KI geschrieben und vor der Veröffentlichung automatisch geprüft. So arbeiten wir

Die Botschaft ist klar formuliert: Wer mit professionellem Equipment durch die Kurve läuft, um daraus Einnahmen zu generieren, ist im Olympiastadion nicht mehr willkommen. Hertha BSC reagiert damit auf ein Phänomen, das rund um Stadien in ganz Europa an Fahrt gewonnen hat: Content-Creator, die sich mit Mikrofon und Kamera unter die Fans mischen und daraus ein Geschäftsmodell gebaut haben.

Eine Grauzone wird geschlossen

Für Hertha geht es um handfeste Interessen: Wer Inhalte aus dem eigenen Stadion filmt und damit Geld verdient, konkurriert direkt mit den eigenen Medienrechten und Sponsoringverträgen. Ob und wie andere Bundesligisten ähnliche Regeln verschärft haben, ist aktuell nicht belegt, Sportschau berichtet ausschließlich über die Maßnahme bei Hertha BSC.

Die Grauzone bleibt

Laut Sportschau bleibt allerdings offen, wie die neue Regel konkret durchgesetzt werden soll und ab wann sie greift. Unklar ist auch, ob das Verbot ausschließlich kommerziellen Content betrifft oder ob auch private, nicht-monetarisierte Aufnahmen von Fans eingeschränkt werden. Genau diese Unschärfe dürfte in den kommenden Wochen für Diskussionen sorgen, zumal viele Fans selbst gelegentlich Szenen aus der Kurve posten, ohne damit Geld zu verdienen.

Statements von betroffenen Vloggern oder Influencern liegen bislang nicht vor. Das macht es schwer einzuschätzen, wie groß der Widerstand gegen die neue Regelung tatsächlich ausfallen wird.

Kontrolle über den eigenen Rasen

Die Tendenz ist über die Bundesliga hinaus zu beobachten: Klubs wollen zurück an die Kontrolle über das, was innerhalb ihrer vier Wände gefilmt und verbreitet wird. Hertha BSC zieht jetzt eine Grenze, die zeigt, wie sehr sich das Verhältnis zwischen Fußballklubs und Social-Media-Schaffenden in den letzten Jahren verändert hat.

YOUR CALL

Wird Herthas Vlog-Verbot andere Bundesliga-Clubs zum Nachmachen bewegen?

Comments

Loading comments…

Share this story

Wer im Olympiastadion künftig mit Kamera und Stativ auf Klickjagd gehen will, hat ein Problem: Hertha BSC verbietet kommerziell produzierte und monetarisierte Stadionvlogs bei Heimspielen, wie die Sportschau berichtet.

Quellen1 Quelle

Wir nennen und verlinken alle Medien, auf die sich dieser Artikel stützt, und geben ihre Berichterstattung in eigenen Worten wieder, statt sie zu übernehmen.

MORNING BRIEF

Der Fußball des Tages, um 7 Uhr in deinem Postfach. Sonst nichts.

Die Highlights der Nacht, was das Transferfenster macht und die eine Kolumne, die du heute lesen solltest. Keine Ads. Keine Tipps. Keine Operator.

Ein-Klick-Abmeldung. Wir geben deine E-Mail nicht weiter.