
Photo: Sportschau Fußball
Hertha zieht die Kamera-Notbremse
Wer im Olympiastadion künftig mit Kamera und Stativ auf Klickjagd gehen will, hat ein Problem: Hertha BSC verbietet kommerziell produzierte und monetarisierte Stadionvlogs bei Heimspielen, wie die Sportschau berichtet.
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Die Botschaft ist klar formuliert: Wer mit professionellem Equipment durch die Kurve läuft, um daraus Einnahmen zu generieren, ist im Olympiastadion nicht mehr willkommen. Hertha BSC reagiert damit auf ein Phänomen, das rund um Stadien in ganz Europa an Fahrt gewonnen hat: Content-Creator, die sich mit Mikrofon und Kamera unter die Fans mischen und daraus ein Geschäftsmodell gebaut haben.
Eine Grauzone wird geschlossen
Für Hertha geht es um handfeste Interessen: Wer Inhalte aus dem eigenen Stadion filmt und damit Geld verdient, konkurriert direkt mit den eigenen Medienrechten und Sponsoringverträgen. Ob und wie andere Bundesligisten ähnliche Regeln verschärft haben, ist aktuell nicht belegt, Sportschau berichtet ausschließlich über die Maßnahme bei Hertha BSC.
Die Grauzone bleibt
Laut Sportschau bleibt allerdings offen, wie die neue Regel konkret durchgesetzt werden soll und ab wann sie greift. Unklar ist auch, ob das Verbot ausschließlich kommerziellen Content betrifft oder ob auch private, nicht-monetarisierte Aufnahmen von Fans eingeschränkt werden. Genau diese Unschärfe dürfte in den kommenden Wochen für Diskussionen sorgen, zumal viele Fans selbst gelegentlich Szenen aus der Kurve posten, ohne damit Geld zu verdienen.
Statements von betroffenen Vloggern oder Influencern liegen bislang nicht vor. Das macht es schwer einzuschätzen, wie groß der Widerstand gegen die neue Regelung tatsächlich ausfallen wird.
Kontrolle über den eigenen Rasen
Die Tendenz ist über die Bundesliga hinaus zu beobachten: Klubs wollen zurück an die Kontrolle über das, was innerhalb ihrer vier Wände gefilmt und verbreitet wird. Hertha BSC zieht jetzt eine Grenze, die zeigt, wie sehr sich das Verhältnis zwischen Fußballklubs und Social-Media-Schaffenden in den letzten Jahren verändert hat.
Wird Herthas Vlog-Verbot andere Bundesliga-Clubs zum Nachmachen bewegen?
Quellen1 Quelle
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