
Photo: Sportschau Fußball
Klopps Umbau der Nationalmannschaft
Jürgen Klopp ist noch nicht lange im Amt, aber seine Handschrift ist schon zu erkennen: viel Gegenpressing, viel Intensität, wenig Geduld mit Spielern, die nicht mitlaufen. Nach durchwachsenen Ergebnissen in der Nations League steht für den DFB jetzt eine klare Aufgabe an: einen Kader finden, der tatsächlich zu diesem System passt.
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Die Idee ist da, der Kader noch nicht
Klopp hat bei Borussia Dortmund und beim FC Liverpool gezeigt, wie sein Fußball funktioniert: hohes Pressing, schnelles Umschalten, keine Verschnaufpausen für den Gegner. Bei der Nationalmannschaft trifft dieses Prinzip jetzt auf eine andere Realität. Hier gibt es keine tägliche Trainingsarbeit über Monate, sondern Lehrgänge, kurze Vorbereitungszeiten und Spieler aus völlig unterschiedlichen Ligasystemen.
Genau das macht die Aufgabe kompliziert. Ein Spieler, der bei seinem Verein auf Ballbesitz und ruhigen Spielaufbau getrimmt ist, lässt sich nicht über Nacht in einen Pressing-Monster verwandeln, der 70 Minuten lang gegen den Ball rennt.
Keine Abstriche am System
Laut Sportschau ist die Linie beim DFB eindeutig: Kompromisse an Klopps taktischem Grundgedanken sind nicht vorgesehen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass nicht jeder nominell starke Name automatisch in den Kader passt. Wer läuft, wer presst, wer im Umschaltspiel sofort Tempo aufnimmt, hat offenbar bessere Karten als der klassische Edeltechniker, der lieber den letzten Pass sucht als den ersten Zweikampf.
Das ist ein Umbruch in der Denke, nicht nur in der Aufstellung. Die deutsche Nationalmannschaft hat in den vergangenen Jahren oft nach Ballbesitz-Idealen gesucht. Klopp dreht diesen Blick um.
Was die durchwachsene Nations-League-Bilanz zeigt
Die gemischten Ergebnisse in der Nations League liefern dem Bundestrainer dabei eher Argumente als Gegenwind. Wenn ein System noch nicht sitzt, weil die passenden Spieler fehlen, ist eine schwankende Bilanz keine Überraschung, sondern ein Arbeitsauftrag. Der DFB scheint das genauso zu sehen: Statt das Konzept zu überdenken, wird jetzt gezielter nach Profilen gesucht, die zu Klopps Anforderungen passen.
Wie lange dieser Umbau dauert und welche konkreten Namen am Ende den Zuschlag bekommen, ist offen. Klar ist nur die Richtung: Klopp will seinen Fußball, und der DFB baut den Kader jetzt darum herum.
Wird Klopps Pressing-System die Nationalmannschaft schneller voranbringen als der alte Ballbesitz-Fußball?
Quellen1 Quelle
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