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Ronaldo packt die Koffer in Dänemark — photo: Kicker Fußball

Photo: Kicker Fußball

Ronaldo packt die Koffer in Dänemark

Cristiano Ronaldo ist weg. Mitten in der Länderspielpause, mitten im Nations-League-Fenster, hat der 41-Jährige das portugiesische Teamcamp in Dänemark verlassen, weil ihm Nationaltrainer Jorge Jesus keinen garantierten Startplatz zusichern wollte, und dabei offenbar mit dem Ende seiner Nationalmannschaftskarriere geflirtet.

Flagside-Redaktion·Veröffentlicht ·1 MIN LESEZEIT

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Was genau in Dänemark passiert ist, kursiert bislang nur in Bruchstücken. Kicker und Sportschau berichten übereinstimmend: Ronaldo reiste ab, nachdem Jesus ihm keine Zusage für die Startelf gegeben hatte, und deutete dabei einen möglichen Rücktritt aus der Selecao an. Ein wörtliches Zitat von Ronaldo selbst liegt nicht vor, die Formulierung bleibt vage zwischen Drohung und Entscheidung.

Ein Trainer, der nicht mehr kuscht

Dass ein Nationaltrainer Ronaldo nicht automatisch in die Startelf schreibt, wäre noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen. Jorge Jesus, seit diesem Jahr im Amt, scheint genau das getan zu haben: die Ansage verweigert, die Ronaldo offenbar erwartet hat. Für einen Spieler mit über 130 Länderspieltoren ist das keine Kleinigkeit, sondern eine öffentliche Demontage seines Status als gesetzter Mann.

Machtkampf oder letzter Auftritt

Ob das hier ein endgültiger Abschied ist oder ein Druckmittel, bleibt offen. Ronaldo hat seine Karriere immer wieder mit Konflikten um Einsatzzeiten begleitet, von Manchester bis Riad, und ist selten der gewesen, der klein beigegeben hat. Ein Rücktritt mitten in einer Nations-League-Kampagne wäre trotzdem ein anderes Kaliber als ein Vereinsstreit, weil die Selecao seit zwei Dekaden untrennbar mit seinem Namen verbunden ist.

Was für Portugal auf dem Spiel steht

Portugal braucht in diesem Fenster Ergebnisse in der Nations League, und ein öffentlicher Bruch mit der eigenen Ikone kurz vor wichtigen Spielen ist kein Ergebnis, das sich ein Verband wünscht. Jesus muss nun entscheiden, ob er seinen Kurs durchzieht oder zurückrudert, während der Verband intern klären dürfte, wie ernst Ronaldos Andeutung tatsächlich gemeint war.

Bislang gibt es keine offizielle Stellungnahme von Ronaldo, Jesus oder dem portugiesischen Verband zu den genauen Hintergründen des Streits. Bis das passiert, bleibt die Abreise aus Dänemark das lauteste Signal in dieser Geschichte.

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