
Dybala und Huijsen: Juve-Legende traf Real-Verteidiger in Rom
Paulo Dybala gehört für die meisten Fans für immer zu Juventus Turin, Dean Huijsen inzwischen genauso selbstverständlich zu Real Madrid. Dass die beiden überhaupt einmal im selben Trikot auf demselben Trainingsplatz standen, klingt wie eine Trivia-Frage mit Fangcharakter – ist aber schlicht Fakt: In der Saison 2023/24 trugen beide das Gelb-Rot von AS Rom.
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Zwei Karrierewege, die sich eigentlich nicht kreuzen sollten
Paulo Dybala war zu diesem Zeitpunkt längst eine gemachte Figur im europäischen Fußball. Sieben Jahre bei Juventus, fünf Scudetti, vier Coppa-Italia-Titel, eine Finalteilnahme in der Champions League 2017 und der Status als einer der besten Zehner seiner Generation – „La Joya“ hatte sich 2022 ablösefrei von Juventus losgelöst und war nach Rom gewechselt, wo er im ersten Jahr direkt ins Finale der Europa League stürmte. Dean Huijsen dagegen war im Winter 2023/24 noch ein Niemand im Vergleich: ein 18-jähriger, 1,96 Meter großer Innenverteidiger, der gerade erst sein Serie-A-Debüt für Juventus’ erste Mannschaft gegeben hatte, nachdem er sich durch die Nachwuchsabteilungen von Juventus Next Gen gekämpft hatte.
Am 6. Januar 2024 wurde Huijsen von Juventus bis Saisonende an eben jenen Klub verliehen, bei dem Dybala längst Stammspieler und Publikumsliebling war. Einen Tag später debütierte der Niederländer für die Giallorossi, spielte in einem Heimremis gegen Atalanta die komplette zweite Halbzeit durch. Am 5. Februar 2024 erzielte er beim 4:0 gegen Cagliari sein erstes Serie-A-Tor überhaupt – während Dybala zur selben Zeit als etablierter Rom-Star längst in einer ganz anderen Liga der öffentlichen Wahrnehmung spielte.
Der Überraschungseffekt
Genau darin liegt der Reiz dieser Überschneidung: Dybala ist in jedem Juventus-Rückblick präsent, Huijsen inzwischen untrennbar mit Real Madrid verbunden, wohin er im Mai 2025 für eine Ablöse von rund 59,5 Millionen Euro wechselte, nachdem er sich bei Bournemouth in der Premier League als junger Abwehrspieler einen Namen gemacht hatte. Zwischen diesen beiden Stationen – Juventus-Legende hier, Real-Verteidiger da – steht ein halbes Jahr in Rom, das in keiner der beiden Erzählungen besonders groß vorkommt, aber eben stattgefunden hat.
Für Huijsen war der Rom-Umweg nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach oben: Trainer Daniele De Rossi nahm ihn im Februar 2024 nicht einmal in den Europa-League-Kader auf. Für Dybala war die Saison 2023/24 dagegen bereits Teil seines zweiten großen Karriereabschnitts nach Juventus, geprägt von seiner Rolle als Führungsspieler und, wenige Monate zuvor, als Weltmeister mit Argentinien 2022.
Was von der gemeinsamen Zeit bleibt
Viel mehr als diese nackten Fakten lässt sich aus den verfügbaren Quellen nicht rekonstruieren – keine Anekdote, keine Trainingsszene, kein gemeinsames Tor. Was bleibt, ist die schlichte, fast kuriose Wahrheit: Ein argentinischer Weltmeister, der für immer mit dem Juve-Trikot verbunden bleibt, und ein spanisch-niederländischer Verteidiger, der heute für Real Madrid in der Innenverteidigung steht, haben ein halbes Jahr lang denselben Klub durchlebt – zu einem Zeitpunkt, als der eine auf dem Höhepunkt und der andere ganz am Anfang seines Weges stand.
Vyanzochanzo 1
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