
Photo: Sportschau Fußball
Ghana sucht Nationaltrainer per Internetsuche
Die Black Stars stehen ohne Chef da, die Uhr tickt Richtung Afrika-Cup-Qualifikation, und Ghanas Verband greift zu einem Mittel, das man eher von einer Stellenbörse als vom Weltfußball kennt: Die GFA sucht den Nachfolger von Carlos Queiroz jetzt online.
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Carlos Queiroz ist raus. Der Portugiese, der die Black Stars erst im vergangenen Jahr übernommen hatte, wurde von der Ghana Football Association entlassen, der genaue Zeitpunkt der Entscheidung ist aus den verfügbaren Berichten nicht klar herauszulesen. Fest steht: Der Verband braucht schnell einen Ersatz, und zwar bevor die nächsten AFCON-Qualifikationsspiele anstehen.
Bewerbung statt Beraterrunde
Statt der üblichen stillen Suche über Agenten und Kontakte hat sich die GFA für einen ungewöhnlichen Weg entschieden: eine offene Ausschreibung im Internet. Wer sich für den Posten als Nationaltrainer von Ghana interessiert, kann sich demnach direkt online bewerben. Details zum genauen Ablauf, zur Bewerbungsfrist oder zur Zahl der eingegangenen Kandidaturen sind bislang nicht öffentlich.
Involviert in den Prozess ist laut Berichten unter anderem der Verbandsfunktionär Baffoe, weitere Namen aus dem Entscheidungsgremium wurden nicht genannt. Dass ein Verband mit der Tradition und dem Anspruch Ghanas den Trainerjob öffentlich ausschreibt statt über die gewohnten Kanäle zu suchen, ist für einen afrikanischen Topverband ein echtes Novum.
Der Druck ist real
Ghana gehört zu den traditionsreichsten Fußballnationen Afrikas, hat den Afrika-Cup aber seit Jahrzehnten nicht mehr gewonnen. Die Qualifikation für das nächste Turnier läuft, und ohne Chefcoach an der Seitenlinie drohen die Black Stars wertvolle Vorbereitungszeit zu verlieren. Ein Trainerwechsel mitten im Qualifikationsprozess ist für jeden Verband ein Risiko, eine Onlinesuche mitten im Qualifikationsprozess ist für Ghana offenbar das kleinere.
Warum es zum Bruch mit Queiroz kam, ist nicht im Detail bekannt. Der Portugiese hat in seiner Karriere unter anderem Portugal, Iran und Südafrika trainiert und bringt viel internationale Erfahrung mit, doch das hat die GFA offenbar nicht davon abgehalten, die Reißleine zu ziehen.
Was als Nächstes passiert
Ob aus der Online-Ausschreibung tatsächlich ein überzeugender Kandidat hervorgeht oder ob der Verband am Ende doch auf einen bekannten Namen zurückgreift, ist offen. Klar ist nur: Die Qualifikationsspiele warten nicht, und Ghana braucht bald eine Entscheidung, Bewerbungsformular hin oder her.
Wird Ghana mit einem Online-Bewerber oder einem etablierten Namen wieder Erfolg haben?
Quellen1 Quelle
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